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Zunftbuch der Frankfurter Goldschmiede

Das Zunftbuch der Frankfurter Goldschmiede
Erste Zeugnisse der Frankfurter Goldschmiede entstammen dem 15. Jahrhundert. Das Probierbuch der Frankfurter Goldschmiede verzeichnet alle Meister mit ihren goldenen und silbernen Geräten, die von 1512 bis 1576 in Frankfurt am Main tätig waren.
Das „Stammbuch“ der Frankfurter Goldschmiede war das Meisterbuch, dessen früheste Eintragung in das Jahr 1534 zurückreicht. Zwischen 1560 und 1566 wurde es als prunkvolles Buch angelegt und bis 1863 immer wieder erweitert. Die Auflistung der Goldschmiede mit ihren biographischen Eintragungen, ergänzt durch die reich verzierten Wappen und Zeichnungen lassen das Buch zu einem wichtigen kulturgeschichtlichen Zeugnis werden.
Am 4. Juli 1630 stiftete der aus Flandern eingewanderte Goldschmied Hans von den Popelieren den ältesten Silberbeschlag des Einbandes des Meisterbuches der Frankfurter Goldschmiede anlässlich der ersten „Renovierung“ des Zunftbuches. Es ist eine reliefierte Plakette in Rhombenform mit dem Wappen des Meisters. Im gleichen Jahr entstanden auch die vier Eckbeschläge.
Um 1660 wurden die getriebenen Silberkartuschen gefertigte, die die vier Jahreszeiten darstellen. Die Allegorien des Geruchs und des Geschmacks auf der Rückseite des Goldschmiedebuchs stammen aus dem 17. Jahrhundert von Hans Jacob Nick und Paul Bickenholtz, die übrigen mit Ranken und Grotesken ornamentierten Felder aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

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Zunftbuch der Frankfurter Goldschmiede

Das Buch enthält 637 Blätter mit den Namen, Wappen und biografischen Eintragungen der in Frankfurt tätigen Goldschmiedemeister. Der früheste Eintrag von dem in Nürnberg geborenen Heinrich Euler ist datiert 1534, der letzte Eintrag von Otto Reutlinger 1863, da nach dem Senatsbeschluss vom 1. Mai 1864 alle Zünfte verboten wurden.