Während der Ausbildung gilt es die Zwischenprüfung zu absolvieren. Als Abschluss dann die Gesellenprüfung. Beide Prüfungen werden durch den Prüfungsausschuss abgenommen.

 

Die Zwischenprüfung

Goldschmiedetisch

Goldschmiedetisch

Im 2. Lehrjahr findet die Zwischenprüfung statt, in der der Ausbildungsstand in praktischer und theoretischer Hinsicht kontrolliert wird. Die Auszubildenden werden vom Prüfungsausschuss der Innung zur praktischen Zwischenprüfung eingeladen, die in einem Zeitrahmen von 7 Stunden abgelegt wird und in der Zeichenakademie in Hanau stattfindet.

Der Termin wird in Absprache mit der Berufsschule festgelegt.

Die Prüflinge erhalten mit der Einladung zur Prüfung eine Material- und Werkzeugliste.

Die Prüfungsstücke verbleiben als Bestandteil der Prüfungsunterlagen beim Prüfungsausschuss der Innung. Auch nach Bestehen der Gesellenprüfung erfolgt keine Rückgabe an den Prüfling.

 

Die Gesellenprüfung

Frühestens nach 2 ½ Jahren (Verkürzungsoption bei Abitur) kann die Gesellenprüfung vor dem Prüfungsausschuss der Innung (als von der Handwerkskammer Rhein-Main eingesetzte Instanz) abgelegt werden. Die Zulassung zur Gesellenprüfung ist bei der zuständigen Handwerkskammer zu beantragen und wird vom Prüfungsausschuss genehmigt.
Die Anmeldungen zur Sommerprüfung müssen in der Regel bis spätestens 15.04. bzw. 15.03. (bei vorgezogener Prüfung), für die Winterprüfung bis spätestens 15.09. bzw. 15.08. (bei vorgezogener Prüfung) bei der Handwerkskammer eingereicht sein. Das Anmeldeformular zur Gesellenprüfung kann hier heruntergeladen werden. Beachten Sie jedoch in jedem Fall die Terminangaben ihrer Handwerkskammer! Anmelde- und Abgabetermine sind verbindlich und ein Verpassen der Fristen hat den Ausschluss vom Prüfungsverfahren zur Folge! Nach Zugang der Prüfungszulassung sind zwei Entwürfe für Gesellenstücke beim Prüfungsausschuss einzureichen.

 

Formalien

Hierbei sind die folgenden Formalien zu beachten:

  • die Entwurfsmappen sind deutlich zu kennzeichnen [A-Entwurf (bevorzugt) / B- Entwurf] und außen mit dem Namen zu versehen
  • Mappenaufbau: 1. Kundenzeichnung, 2. Technische Zeichnung, 3. Arbeitsbeschreibung – Vorbereitung / Fertigung, 4. Zeitkalkulation – Vorbereitungszeit / Fertigungszeit
  • Schwierigkeiten und Funktionsteile sind in der technischen Zeichnung darzustellen (Explosionszeichnung!)
  • Die Fertigungszeit beträgt maximal 32 Stunden. Für Vorarbeiten steht ein maximaler Zeitrahmen von 28 Stunden zur Verfügung, wobei auf eine klare Trennung von Vorbereitung und Prüfung zu achten ist.

Dankenswerterweise haben uns zwei Gesellinnen ihre Mappen als Beispiel zur Verfügung gestellt, diese können Sie sich hier herunterladen und ansehen: Beispiel 1 – Beispiel 2

Der Prüfungsausschuss begutachtet die eingereichten Entwürfe und teilt dem Prüfling seine Entscheidung mit (nur in Ausnahmefällen wird vom A-Entwurf abgewichen).

Die Abgabe der Gesellenstücke kann persönlich oder auf dem Postweg (Poststempel!) erfolgen. Die Ausführungs- und Abgabetermine werden entsprechend mitgeteilt.

Hier steht eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen zur Gesellenprüfung zur Verfügung.

 

Die Prüfungskommission

Die Mitglieder der Prüfungskommission sind:

– Goldschmiedemeisterin Beate Schellhas, Vorsitzende
– Goldschmiedemeisterin Iris Häntschke
– Ina Schmidt, Lehrerin an der Zeichenakademie

 

Anschrift der Geschäftsstelle des Prüfungsausschusses:

Beate Schellhas
Am Houiller Platz 9
61381 Friedrichsdorf